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Löschschaumzusätze
Schaum kann mehr als Wasser
Gegen Brände von Kohlenwasserstoffen wie Benzin kann Wasser häufig nicht direkt eingesetzt
werden. Denn die meisten dieser Stoffe sind leichter als Wasser, schwimmen obenauf, brennen
weiter und bewirken beim Löschen mit Wasser unter Umständen ein Überlaufen oder ein Ausbreiten
der brennenden Fläche.
Beispiel: Brennendes Öl schwimmt auf Wasser und brennt dabei weiter. Schaum hingegen ist
leichter als Öl und isoliert dadurch den Brennstoff vom Sauerstoff. Bei polaren Lösemitteln wie
Alkohol besteht bei größeren Bränden meist nicht die Möglichkeit, die Flüssigkeit so stark mit Wasser
zu verdünnen, dass sie nicht mehr brennt. Daher ist auch bei wassermischbaren Flüssigkeiten
Schaum als Löschmittel unentbehrlich.
Schaum löscht Flüssigkeitsbrände
Mit Hilfe von Schaumlöschmitteln gelingt es, auf dem flüssigen Brandgut eine geschlossene
Schaumdecke zu erzeugen, die bei wasserfilmbildenden Löschmitteln durch einen sich gleichfalls auf
dem Brandgut ausbreitenden Wasserfilm unterstützt wird.
Das Verlöschen des Feuers ist den folgenden Effekten zu verdanken:
1. Brandgut und Luftsauerstoff werden durch die Schaumdecke voneinander getrennt.
2. Die Dämpfe der durch die Verbrennungswärme erhitzten brennbaren Flüssigkeiten werden daran
gehindert, in die Sauerstoffzone zu strömen. Die Bildung brennbarer Dampf-Luft-Gemische wird
dadurch vermieden.
3. Der Schaum gibt sein Wasser wieder ab und kühlt damit das Brandgut. Darüber hinaus wird die
Wärmestrahlung des Feuers und der durch die Verbrennung aufgeheizten Gegenstände
(Behälterwandung) durch die Isolationswirkung des Schaumes eingedämmt. Beides zusammen
bewirkt eine Verringerung der Verdampfungsgeschwindigkeit des Brandgutes, die bei weiterer
Schaumaufgabe soweit herabgesetzt wird, dass überhaupt keine Dampfdurchbrüche durch die
Schaumdecke mehr erfolgen und der Löscherfolg eintritt.
Schaum deckt brennbare Flüssigkeiten ab
Um eine Zündung zu verhindern, wird Schaum beim Austritt brennbarer
Flüssigkeiten auch vorbeugend eingesetzt. Damit wird die Verdampfung reduziert
und so die Umwelt geschützt.
Wasserfilmbildung von A3F-Schäumen
Schaumerzeugung
In der Praxis wird das zur Schaumerzeugung benötigte Wasser entweder aus einem
Tank gepumpt oder direkt einer Wasserleitung entnommen und in den Zumischer
geleitet. Der Zumischer saugt das Schaummittel nach dem Injektorprinzip über eine
Leitung an.
Die Zumischrate - sie soll je nach Schaummitteltyp und Angabe des Herstellers 1 bis
6% betragen - ist dabei regelbar. Sie hängt vom veränderbaren
Durchflussquerschnitt im Zumischer, vom Arbeitsdruck, von Durchmesser und Länge
der Ansaugleitung oder des Ansaugschlauchs und von der Viskosität des verwendeten
Schaummittels ab.
Bewertung der Löschleistung
Die Löschleistung von Schaumlöschmitteln wird anhand von Kennzahlen bewertet, die unter
standardisierten Bedingungen im Brandversuch ermittelt werden.
Finiflam allround
F -15, 3%
Synthetisches Mehrbereichsschaummittel auf Basis grenzflächenaktiver
Stoffe, sog. Tenside, Stabilisatoren, Lösungsvermittlern, Frostschutzmitteln und
Konservierungsstoffen.
Für den Einsatz gegen Brände der Brandklassen A und B amtlich zugelassen. (Zulassungs-
Kenn-Nr. PL-4/90)
Kanister je 20kg
Kanister je 60kg
Fass je 210kg
Container je 500kg
Container je 1000kg
Finiflam A3F/A
Synthetisches, wasserfilm- und polymerfilmbildendes Schaummittel.
Ausgangsstoffe sind Fluortenside, wasserlösliche Polymere und Kohlenwasserstofftenside.
Für die Brandklassen A und B u. a. amtlich in der BRD für Schwer- und Mittelschaum
zugelassen. (Kenn-Nr. PL-5/97)
Fass je 200kg
Container je 500kg
Container je 1000kg
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